ÖGK: Zuerst die Vorsorge, dann das Vergnügen
Alles rund um sexuell übertragbare Krankheiten
Geschlechtskrankheiten und wie sie behandelt werden auf einen Blick
Geschlechtsverkehr hat viele positive Seiten und kann sogar das Immunsystem stärken. Jedoch nur so lange dabei keine Krankheitserreger übertragen werden. In diesem Fall wird von sexuell übertragbaren Erkrankungen gesprochen. Diese erscheinen anfangs oft harmlos, können aber schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Obwohl die Aufklärungsrate allgemein sehr hoch ist, ist das Wissen über das Tabuthema sexuell übertragbarer Krankheiten noch immer gering.
Sexuell übertragbare Erreger
Die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung mit rund 30.000 Neuinfektionen jährlich sind Chlamydieninfektionen. Ebenfalls weit verbreitet ist das Human Immundefizienz-Virus (HIV). Eine Infektion mit HIV kann sich unbehandelt zu Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome - erworbenes Immundefizienzsyndrom) entwickeln. In Österreich werden jährlich etwa 300 bis 500 HIV-Infektionen neu diagnostiziert.
Schutz und Prävention
Wenn eines oder mehrere Symptome nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr auftreten, ist es besonders wichtig fachärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Generell sollte man sich beim Verdacht auf eine sexuell übertragbare Erkrankung an Allgemeinmedizinerinnen oder Allgemeinmediziner sowie Fachärztinnen und Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Gynäkologie und Urologie wenden.
Bleiben Geschlechtskrankheiten unbehandelt, können im schlimmsten Fall Fehlgeburten, Unfruchtbarkeit, Frühgeburten, Eileiterschwangerschaften, chronische Schmerzen sowie Schäden an verschiedenen Organen genauso wie neurologische Probleme auftreten. Viele der Infektionen können in der Schwangerschaft auch an das ungeborene Kind weitergegeben werden. Kondome sind ein sehr guter und einfacher Schutz gegen viele dieser Erkankungen, Hundertprozentig schützen sie allerdings nicht.
Rückfragehinweis:
Österreichische Gesundheitskasse
presse@oegk.at
www.oegk.at
